Aktivierungen und Beschäftigungen für demenzkranke Senioren erhalten Sie hier online als PDF oder Farblaserausdruck

Informationen zur Therapie, Betreuung und Diagnostik mit Senioren für Altenheime, Pflegeheime und betreutes Wohnen

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TIPP: Hier können Sie sich die kostenlosen Aktivierungen von www.aktivierungen.de herunterladen


 

Aktivierung und Beschäftigung für Senioren mit Demenz durch:

Die Beschäftigung und Betreuung als Arbeit mit Senioren kann auch als Therapie innerhalb der Pflege für Senioren angesehen werden


Besonders für Altenpfleger und Krankenschwestern stellt die Therapie und Diagnostik mit Senioren eine Abwechslung des Arbeitsalltages dar, können sie doch in diesem Bereich ihre gelernten Kompetenzen ausserhalb der reinen Pflege der Senioren einsetzen.

Zu einer guten Therapie für Senioren gehört am Anfang eine gewisse Diagnostik. Um geeignete Therapieangebote für Senioren mit Demenz anzubieten gilt es den Demenzkranken näher kennen zu lernen, seine pflegerelevanten Diagnosen (Pflegediagnosen; evtl ICD10-Codiert) zu ermitteln, seine Lebensgeschichte (lebensgeschichtlicher Bezug der Aktivierungsangebote!), Vorlieben und Abneigungen in Erfahrung zu bringen.

Demenz ist eine Krankheit die behandelt werden kann. Um die medikamentöse de Therapie bei Demenz optimal auszurichten, gilt es zu unterscheiden welche Form der Demenz vorliegt. Diese Formen können z.B. sein:

 

Demenz von Alzheimer Typ

 

vaskuläre Demenz

 

Mischdemenz

 

Wernicke-Enzephalopathie und Korsakow-Syndrom

 

andere Demenzen (z.B. Parkinson Demenz, Demenz bei HIV, Demenzen bei Hirntumoren, ... (die Depressive Pseudodemenz zählt nicht zu den Demenzerkrankungen))

 

die Diagnose senile Demenz ist in aller Regel zu ungenau

Eine medikamentöse Therapie bei Demenz kann den Demenzkranken leider nicht heilen. Meistens gelingt es jedoch den Verlauf der Demenz zu verzögern. Die medikamentöse Therapie bei einer Alzheimer Demenz erfolgt meist durch sogenannte Antidementiva wie z.B. Aricept, Exelon oder Axura. Diese Medikamente hemmen die Cholinesterase (Cholineseterasehemmer); zwischen der Cholinesterase und den für die Alzheimer Demenz verantwortlichen Plaque Ablagerungen an den Gehirnzellen besteht ein Zusammenhang. Diese Therapie verspricht allerdings nur bei der Alzheimer-Demenz und bei den Demenzen vom Mischtyp Erfolge. Bei einer reinen vaskulären Demenz sowie der Wernicke-Enzephalopathie, dem Korsakow-Syndrom und den anderen Demenzen sind Cholinesterasehemmer wirkungslos.

Linderung bereitet den betroffenen Senioren auch eine Therapie mit Neuroleptika und Benzodiazepinen. Der Einsatz dieser Arten von Psychopharmaka sollte sehr sorgfältig erfolgen, hier ist die Grenze zwischen Linderung und "Ruhigstellung" ziemlich gering.

ABER:

Viele Betreuer, Pflegepersonden und Angehörige lehnen den Einsazt von Psychopharmaka in der medikamentösen Therapie demenzkranker Senioren grundsätzlich ab. Dies ist nicht der richtige Weg! Vielmehr muss darauf geachtet werden dass die Medikamente den Patienten helfen, und zwar im Sinne einer Linderung ihrer oftmals stärksten Beschwerden und Beeinträchtigungen.

Kleiner Vergleich: Schmerzen werden mit Analgetika behandelt. Erfolgreich, der Patient erhält Linderung. Schlafstörungen werden nicht behandelt weil der Einsatz von Psychopharmake abgelehnt wird. Dabei können, selbst mit niedrig dosierten Psychopharmaka, auch Schlafstörungen erfolgreich behandelt werden.
Sicherlich hat jeder von uns "gesunden" (spätestens beim ersten Liebeskummer) schon einmal unter Schlafstörungen gelitten. Jeder weis also wie quälend Schlafstörungen sein können. Warum soll man demenzkranke Senioren also unter Schlafstörungen leiden lassen nur weil man (als nicht betroffene Person !!!) Psychopharmaka ablehnt. Dies erfüllt m.E. den Tatbestand der Körperverletzung.

Praxisorientiertes Material zur Beschäftigung für Senioren:

 

Die Therapie des Demenzkranken durch die Pflege außerhalb der Pharmakoptherapie sollte immer einen lebensgeschichtlichen Bezug haben und das größere räumliche und soziale Umfeld mit einbeziehen (z.B. durch Besuche durch Angehörige oder Ausflüge mit dem an Demenz erkrankten Senior). Aktivierung und Beschäftigung für Senioren mit Demenz steht hier an oberster Stelle.

Weitere Informationen zur Beschäftigung für Senioren finden Sie bei www.aktivierungen.de
Grundsätzliches
Zielsetzung
Umgebungsgestaltung
Ressourcen
Fazit

Eine entscheidende Aufgabe der Mitarbeiter der Pflege - vor allem auch in Tagespflegeeinrichtungen und betreutes Wohnen - ist auch die Information und Beratung der Angehörigen der betroffenen Senioren.

In speziellen gerontopsychiatrischen Einrichtungen oder Einheiten wird meist eine bessere pflegerische Therapie für die Kranken angeboten als in einem reinen Pflegeheim. Die Mitarbeiter der Pflege sind meist besser geschult und in spezialisierten Einrichtungen wird meist mehr auf die Milieutharapie und die Tagesstruktur geachtet und besser auf die Symtome der kranken Senioren eingegangen. Meist haben spezialisierte Altenheime auch Verträge mit niedergelassenen Fachärzten für Psychiatrie und Neurologie, sodass auch die medizinische medikamentöse Behandlung der Demenz mit hoher Qualität erfolgt.


 

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